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Bergsommer 2026 - Abschnitt 2
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Wanderungen um Garmisch: Frieder, Hoher Fricken und Bischof

Die Bedingungen sind mittlerweile auch in höheren Lagen gut genug, will heißen: ausreichend schneefrei. Wir nutzen die Gelegenheit für ein paar alte Bekannte, namentlich Frieder und Friederspitz.

Enzian erfreut das Auge.

Gipfel Frieder. Wir haben einen windigen Samstag erwischt; es zieht gewaltig. Eigentlich hatten wir nicht gedacht, daß die Kapuzen noch einmal nötig sein würden...

Wieder zurück am Friederspitz.

Am nächsten Tag starten wir in den langen und steilen Anstieg von Farchant hinauf zum Hohen Fricken. Die Kuhflucht-Wasserfälle führen genügend Wasser und geben ein schönes Bild.

Schön, die Fälle einmal wieder in voller Pracht zu sehen. Wir hatten auch schon Tage erlebt, an denen nur ein kleines Rinnsal zu sehen war.

Am Gipfel des Hohen Fricken der immer wieder beeindruckende Blick über Garmisch. Wie am Vortag zieht es ganz ordentlich, und wir verweilen nicht lange, ehe es uns zum Bischof hinüber weiterzieht. Dort finden wir ein windgeschütztes Plätzchen für die Brotzeit. Danach geht es an der Esterberg-Alm vorbei hinab zurück nach Farchant. Nach den knapp dreitausend Höhenmetern in zwei Tagen freuen sich die Beine auf die wohlverdiente Pause.
Krottenkopf und Hohe Kisten

Der nächste Ausflug in die Berge ist die Kombitour zum Krottenkopf per Rad zur Kuhalm, und von dort weiter auf Schusters Rappen.
Immer wieder ist die lange Auffahrt ein Prüfstein für das mentale Durchhaltevermögen; die Frage, warum man sich denn in Gottes
Namen das alles antut, wabert beständig durch den Kopf. Immerhin erwarten uns ab der Kuhalm schöne Umgebungen.

Vom Gipfel des Krottenkopfes aus liegt die Weilheimer Hütte unter uns. Wir genehmigen uns an ihrer Terasse Kaffee und Kuchen.

Im Rückweg nehmen wir noch das Felsgipfelchen der Hohen Kisten mit. Der Blick hinunter ins Tal und das Murnauer Moos entschädigt
für den langen Weg.
Hitzetouren um Mittenwald

Die Hitzewelle der kommenden Tage legt uns ein Wochenende später einen Ausflug ins höher gelegene Mittenwald nahe. Früh am Samstag morgen rollen wir zunächst mit den Rädern zum Ferchensee, ehe es in der tiefen Sonne den steilen Pfad hinauf zur Oberen Wettersteinspitze geht.

Über dem Gamsanger beginnt die wirkliche Kraxelei - immer wieder spannend.

Endlich oben angekommen!

Nach ausgiebiger Brotzeit legen wir auf dem Weg nach unten desöfteren die Hände an.

Die Querung unterhalb des Gamsangers ist relativ ausgesetzt, jedoch noch auf der Seite einer "Wanderung"

Sehnsüchtig geht der Blick hinab zum Ferchensee, in dem wir uns später tatsächlich abkühlen werden. Herrlich!

Zu guter letzt gibt es nach der Tour noch eine gute Tasse Kaffee im Karls. Ein würdiger Abschluß!

Wetterleuchten am Abend - bei Lufttemperaturen unter zwanzig Grad. Wir schlafen in der Kühle so gut wie schon lange nicht mehr.

Am nächsten Tag beschließen wir, eine Badesee-Runde per Fahrrad zu machen. Zunächst geht es von Mittenwald zum Barmsee, und danach über Schloß Ellmau noch einmal an den Ferchensee. Danach geht es wieder zurück in den Münchner Glutofen...
Ötztaler Luft an der Langtalereck-Hütte

Sowohl die heißen Temperaturen als auch die Notwendigkeit einiger hohen Übernachtungen treibt uns am nächsten Wochenende höher hinauf. Wieder einmal quartieren wir uns auf der Langtalereck-Hütte im hinteren Ötztal ein.

Blick ins Rotmoostal

Flauschige Bergbewohner

Am Samstag morgen machen wir uns auf den Weg zur Falschunggspitze.

Am Schalfkogel vorbei geht es stetig nach oben.

Nach dem Mitterkamm legen wir Steigeisen und Seil an. Der Gletscher ist zahm, nur Gelegentlich brechen wir ein wenig im Sulz ein. Auch in dieser großen Höhe ist das Thermometer in der ganzen Nacht über der Null geblieben...

Die letzten Meter auf Eis hinauf zum Gipfel.

Etwa fünfzig Höhenmeter müssen wir nach Ende der Eisfläche noch über Blockgelände und Schutt hinaufsteigen, ehe wir am Gipfel stehen.

Geschafft! Die Hochwilde grüßt herüber - wir waren bei unserem letzten Aufenthalt auf der Langtalereck-Hütte an ihrem Nordgipfel.

Nach kurzer Gipfelrast machen wir uns an den langen Weg zurück.

Es dauert noch ganz schön lange, ehe wir den stark schmelzenden Gurgler Gletscher hinter uns gelassen haben - nicht zu sprechen von dem anschließenden Hatsch auf Geröll und Moränen. Immerhin haben wir perfekte Bedingungen für die Tour erwischt.

Am nächsten Morgen entschließen wir uns für die etwas kürzere Tour zum Eiskögele. Der Wind ist aufgefrischt, und das Wetter ist nicht mehr ganz so stabil wie am Vortag.

Noch ist uns nicht nach Bier; es zieht ganz empfindlich.

Anstieg in der Flanke

Am Gipfel ist uns noch eine kleine Windpause gegönnt; wir halten ein kleines zweites Frühstück.

Seelenkögel links, Hochwilde mit ihrem Doppelgipfel leicht rechts der Bildmitte.

Auf dem langen Weg zurück nach Obergugl kommen wir noch bei dieser gekonnten Ausnutzung eines kleinen Felsspaltes vorbei. Am Auto angekommen sind wir froh, nun keine weiteren Meter zu Fuß zurückzulegen. Außerdem fühlen wir uns nun für die anstehende Reise zur Besteigung des Ararats einigermaßen gerüstet.
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